Schulhunde

Tiergestützte Pädagogik ist uns wichtig, daher gibt es an unserer Schule auch sechs Schulhunde, die die Kolleg:innen regelmäßig mit in den Unterricht begleiten und dort ganz wertvolle Arbeit leisten. Auf dieser Seite  erfahrt ihr mehr über sie.   

András

Hallo ihr,

mein Name ist András und am anderen Ende meiner Leine hängt Herr Liebrum, der Schulleiter dieser Schule. Ich wurde am 07.04.2020 in der Nähe von Dortmund geboren. Meine Eltern leben beide auch in Deutschland, stammen aber gebürtig aus Ungarn. Als ich im Juni 2020 bei Herrn Liebrum, seiner Frau und seiner Tochter eingezogen bin, war ich erst 8 Wochen alt, durfte aber sofort nach dem Homeschooling mit in die Schule. Und das ist auch gut so, ich finde es nämlich supercool in unserer Schule, vor allem, weil da noch so viele andere Vierbeiner sind – die Zweibeiner sind aber auch ziemlich okay. Richtig gut verstehe ich mich mit Lilly aus dem Büro und Pablo ist auch nett. Allerdings ärgert es mich ein bisschen, dass der schneller ist als ich.

Wenn ich nicht arbeiten muss, dann gehe ich richtig gerne im Wald spazieren, das liegt vielleicht daran, dass ich ein ungarischer Vorstehhund, ein Magyar Viszla, bin und eigentlich für die Jagd gezüchtet wurde. Herrchen ist aber kein Jäger, sondern Vegetarier (kann ich gar nicht verstehen).

Wenn ich nicht arbeiten muss, dann gehe ich richtig gerne im Wald spazieren, das liegt vielleicht daran, dass ich ein ungarischer Vorstehhund, ein Magyar Viszla, bin und eigentlich für die Jagd gezüchtet wurde. Herrchen ist aber kein Jäger, sondern Vegetarier (kann ich gar nicht verstehen).Ich habe ziemlich viel Energie und meine Familie macht deshalb auch viele Suchspiele mit mir, manchmal versteckt sich Herrchen im Wald und ich muss ihn dann suchen – voll einfach und ich wäre auch viel schneller bei ihm, aber mein großes Frauchen hat halt nur zwei Beine und ist sooooooooo langsam, wenn wir suchen. Wenn mein kleines Frauchen meine Spielzeuge im Garten versteckt, macht das auch richtig viel Spaß.

Außerdem mag ich jede Art von Bällen – ich darf aber nicht sofort hinterher, wenn eine/r mir einen Ball wirft, sondern muss warten, bis der Ball freigegeben wird. Immer diese Regeln – blöd.

Viele von euch Schülerinnen und Schülern haben mich schon im Büro bei Frau Ulrich und Frau Gebauer gesehen, auf die passe ich auf, wenn Herrchen in der Schule unterwegs ist. Manchmal kommt auch jemand vorbei und wirft mal meinen schwarzen Lieblingsknochen, da muss ich mich vorher aber immer ziemlich lautstark bemerkbar machen – dann denken manche, die mich noch nicht kennen, dass ich knurre – tue ich aber nicht, ich will spielen. Ich mag es auch, wenn man den Knochen festhält und mich dran ziehen lässt, ich bin ziemlich stark, ich verliere nur immer gegen den großen rothaarigen Lehrer. Aber aufgeben gibt’s nicht, irgendwann kommt mein Moment!

Bis bald!

Euer András

Bailey

Hallo zusammen,

mein Name ist Bailey. Am 14.07.2020 wurde ich in Spanien auf der Straße geboren. Die ersten Wochen meines Lebens waren ganz schön aufregend und fast hätte ich es nicht geschafft. Zum Glück wurde ich aber, gemeinsam mit meinen Geschwistern und meiner Mama, von netten Tierschutzmenschen gerettet. Mit 4 Monaten bin ich nach Deutschland zu meinem jetzigen Frauchen Frau Hasselmann gekommen.

Eigentlich bin ich ein richtiger Winterhund. Schnee liebe ich am meisten. Wenn ich morgens das Haus verlasse und sehe, dass alles weiß ist, kriege ich mich gar nicht mehr ein vor Freude. Aber auch ohne Schnee liebe ich es, durch den Wald zu rennen und mit meinen vielen Hundefreund*innen zu spielen. 

Im Januar 2021 habe ich die Schulhundausbildung begonnen. Dort haben mein Frauchen und ich ganz schön viel lernen müssen. Zusammen haben wir die Ausbildung gemeistert und sind noch mehr zu einem Team geworden. Ich darf an zwei Tagen in der Woche mit zur Schule kommen und freue mich total, wenn ich im Auto erkenne, dass wir wieder zur Schule fahren. Zuerst möchte ich dann ins Sekretariat, damit ich Lilly und András begrüßen kann. Danach muss ich sofort schauen, ob mein Lieblingskollege Pablo da ist. Manchmal dürfen wir zusammen über den Schulhof rennen. Das finde ich besonders stark!

Aber am allerliebsten bin ich mit im Unterricht bei den Kindern unserer Schule. Dort schaffe ich es meistens, dass es viel ruhiger ist (zumindest sagt mein Mensch das immer). Einmal die Woche arbeite ich als Lesehündin. In dieser Zeit kommen zwei Kinder zu mir und lesen mir etwas vor. Ich liege einfach neben ihnen und höre zu. Dabei stecke ich die Kinder mit meiner Ruhe und Gelassenheit an und auf einmal macht das Lesen richtig Spaß – ich meine, wer möchte nicht lesen und mir dabei die Ohren kraulen?

Ich freue mich, euch in der Schule zu sehen. Bis dann!

Eure Bailey

Pebby

Hallihallo, mein Name ist Pebby und ich wurde am 27.04.2019 in Springe geboren. Ich lebe bei Frau Steinhoff, einer der Sozialpädagoginnen der IGS, mit meinem Freund Paluh und einer Katze. Viel glauben, ich bin eine Dalmatinerhündin, weil ich so gepunktet bin – aber das stimmt nicht. Ich bin ein Mischling und meine Eltern sind auch Mischlinge aus Pointer, Labrador, Terrier, Border Collie und weitere. Ich bin schon fast mein ganzes Leben in der IGS, denn schon so mit 5 oder 6 Wochen war ich mit meiner Schwester zum Kennenlernbesuch hier. Frau Steinhoff kennt mich quasi seit der Geburt und als klar war, dass ich bei ihr leben werde, hat sie mich schon immer mal zu Besuch für eine Stunde in die Schule geholt.

Seit dem Umzug von meiner Mutter zu Frau Steinhoff, bin ich jeden Schultag in der IGS. Wenn Frau Steinhoff da ist, sind wir auch da. Mir gefällt es sehr an der IGS und ich mag es, mit den Kindern zusammen zu sein. Paluh und ich haben auch eine Ausbildung als Schul- und Therapiehunde gemacht. In der IGS ist meine Aufgabe, einfach da zu sein und die Kinder zu unterstützen – es scheint so, als ob es den Menschen einfach gut tut, wenn wir bei Ihnen sind und sie uns streicheln können. Manchmal albern Paluh und ich auch rum und die Kinder lachen dann immer, das ist schön.

Wir sind oft mit in den Klassen und hier besonders in dem Jahrgang 5, denn bei dem Fach „Soziales Lernen“ unterstützt Frau Steinhoff die Lehrkräfte in allen 5ten Klassen und somit sind wir auch mit dabei. Manchmal haben Kinder Angst vor uns, weil andere Hunde wohl mal nicht nett zu ihnen waren, zu diesen Kindern gehen wir dann natürlich nicht, denn die kleinen Menschen sollen sich ja wohlfühlen. Aber irgendwie kommen bisher alle dann doch im Laufe der Zeit zu uns und verlieren anscheinend ihre Angst. Sie strahlen dann so sehr, wenn sie uns streicheln und ich freue mich mit den Kindern mit.

So, was kann ich noch erzählen von mir? Hmm also, ich mag es nicht so sehr, wenn mir über den Kopf gestreichelt wird, schnuppere gerne überall rum und schlafe auch gerne auf meiner Decke….dann will ich auch nicht gestört werden. Ach so und bitte erschreckt Euch nicht, wenn ich belle, sobald ich sehe, dass jemand auf den Boxsack haut… ich mag das einfach nicht, weil ich Gewalt nicht mag und dann belle ich. Frau Steinhoff sagt immer, dass das am Boxsack keine Gewalt ist, aber das verstehe ich einfach irgendwie nicht. Frau Steinhoff findet das nicht gut und will mit mir üben, dass ich dann nicht mehr belle.

Ansonsten liebe ich die Spaziergänge im Wald, laufe sehr gerne am Fahrrad, tobe sehr gerne mit Paluh draußen rum und spiele fangen mit ihm… ach ja und Regenwetter kann ich nicht leiden. Ansonsten bin ich eine Langschläferin, kuschel mich gerne unter Decken, weil ich es so gern warm und gemütlich habe. Aus irgendeinem Grund sagt Frau Steinhoff immer, ich bin wie eine Prinzessin, ich weiß nicht wieso aber sie hat sicher recht. Ich bin eine Prinzessin 🙂

Liebe Grüße Pebby

Paluh   

Hi, ich bin Paluh und am 17.08.2020 geboren. Ich komme aus dem Fichtelgebierge und bin auch ein Mischling aus Border Collie, Labrador, Australian Shepherd und weiteren. Ich wohne, seit ich knapp 10 Wochen alt bin, auch bei Frau Steinhoff. Pebby hat mir alles gezeigt und sie ist meine beste Freundin. Ich kam ja zur Coronazeit in die Schule und da war es dann doch erst einmal ganz schön laut, als plötzlich wieder alle Schüler/innen in der Schule waren. Aber ich habe mich schnell an den Trubel gewöhnt und dadurch, dass alle Kinder so lieb zu mir sind, finde ich die Schule toll.

Pebby hat ja schon erzählt, was wir in der Schule so machen, aber sie hat vergessen, dass wir auch „Lesehunde“ sind. Das bedeutet, uns können Kinder etwas vorlesen. Wir sind dann mit den Kindern (und Frau Steinhoff natürlich, weil die auch zuhören will und uns irgendwie nie alleine lassen will) in der Bücherei, haben dort eine gemütliche Sitzecke und die Kinder lesen uns etwas vor. Es fällt manchen Kindern leichter, uns vorzulesen, als es vor der Klasse zu tun und so sind wir gerne da und lassen uns laut vorlesen und für die Kinder ist das eine gute Übung.

So, was gibt es noch…..ach ja ich liege sehr gerne an dem Türgitter im Büro von Frau Steinhoff und mag es, wenn die Kinder dann kommen und mich streicheln. Ich glaube, die Kinder mögen das genau so sehr wie ich. Ansonsten bin ich einfach ein fröhlicher junger Rüde und spiele sehr gerne mit Pebby, liebe die langen Spaziergänge im Wald, renne sehr gerne, aber genauso gerne kuschel ich mit meiner Familie. Ich bin nicht so der Langschläfer – vor allem möchte ich immer bei Frau Steinhoff sein und wenn sie morgens zu den Pferden fährt, fahre ich immer mit… Pebby schläft einfach weiter und streckt sich erst verschlafen, wenn wir wiederkommen. Dadurch verpasst sie aber auch die morgendliche Feldrunde und so früh morgens riecht es noch so gut nach Rehen und Füchsen….tja hat die Prinzessin Pech gehabt. So, mehr fällt mir nicht ein, kommt doch einfach zu uns an die Schule und dann können wir zusammen Spaß haben.

Liebe Grüße

Paluh

Emmy

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Emmy und ich bin die Aussiedor Hündin von Frau Ulrich.

Am allerliebsten spiele ich mit Bällen. Wortwörtlich kann ich stundenlang hinterherlaufen und sie meinem Frauchen wiederbringen. Richtig toll finde ich auch Kinder. Glücklicherweise lebe ich in einer Familie mit zwei Menschenkindern und darf zudem noch zweimal in der Woche in die Schule. Anfangs war es in der Schule ganz schön aufregend für mich.

Hier gibt es nämlich wesentlich mehr Kinder als zu Hause. Aber mittlerweile kenne ich schon einige und habe sogar eine eigene Klasse. Überwiegend lasse ich mich im Unterricht streicheln oder schlafe. Mein Frauchen nennt das passiven Einsatz. Es heißt wohl, dass ich die SchülerInnen mit meiner Anwesenheit positiv beeinflussen kann – sprich, beruhigend auf sie einwirke. Hört sich gut an und klappt wohl auch ganz gut.

Aktiv komme ich aber auch zum Einsatz. Ich kann zum Beispiel prima die Tischklingel läuten und übe Dinge zu SchülerInnen zu bringen. Da mein Frauchen Sportlehrerin ist, darf ich auch mit auf den Sportplatz. Die Schüler und ich finden das besonders gut. Am liebsten würden sie mir die ganze Zeit den Ball werfen, aber das geht leider nicht. Letztes Halbjahr durfte ich auch beim Hürdenlauf oder beim Joggen meine Schüler begleiten.

Aktuell gebe ich sogar meinen eigenen Unterricht. Mein Frauchen sieht das vermutlich anders, aber ich stehe die gesamte Zeit im Mittelpunkt, es ist einfach super. Ich gebe nämlich eine eigene AG – die Hunde AG. Dort lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man mit Hunden richtig umgeht, ihr Verhalten richtig liest, Tricks beibringt, woher Hunde abstammen, wie man Hundeleckerlies herstellt 😋 und mit dem Hund Sport machen kann. Zudem sind wohl noch viele andere Dinge geplant, ich bin gespannt und genieße die Stunden in vollen Zügen.

Mein Frauchen und ich machen aktuell eine Schulhundausbildung. Hier lernen wir, wie ich in der Schule zum Einsatz kommen kann.

Falls wir uns noch nicht kennen, freue ich mich darauf, dich bald kennenzulernen.

Eure Emmy

Pablo

Hola, ich bin Pablo, der Hund von Frau Othmer. Mit ihr gehe ich immer in den Englisch- und Spanischunterricht und habe dort viel Spaß. Aber über unsere Arbeit als Schulhunde habt ihr ja schon ganz viel bei meinen fünf Freunden gelernt. 🙂

Wenn ich nicht in der Schule bin, liebe ich es zu rennen, zu springen, auf Baumstämmen zu balancieren und Tricks zu machen. Wäre ich nicht ein Schulhund geworden, hätte ich auch viel Spaß als Zirkushund gehabt.

Vielleicht treffen wir uns ja mal auf dem Schulhof oder im Unterricht, dann zeige ich euch ein, zwei meiner Kunststücke.

¡Hasta luego! Euer Pablo